die Sachgeschichte
Warum hat der Donut ein Loch?Die kurze Antwort lautet: weil es beim Frittieren hilft.
Der klassische Ring-Donut entstand wahrscheinlich im 19. Jahrhundert. Vorher waren Donuts oft einfache Teigkugeln. Das Problem dabei: Während die Außenseite schon dunkel und knusprig wurde, blieb die Mitte häufig noch roh oder teigig.
Das Loch löst dieses Problem:
- Der Teig hat weniger Dicke.
- Die Hitze dringt schneller bis zur Mitte vor.
- Der Donut gart gleichmäßiger und muss nicht so lange frittiert werden.
Zur Entstehung des Lochs gibt es eine berühmte Geschichte: Der amerikanische Seefahrer Hanson Gregory behauptete später, er habe 1847 das Loch erfunden. Der Überlieferung nach war er unzufrieden mit den rohen Mittelteilen der damaligen Donuts und stach sie einfach aus - oder steckte den Donut auf den Speichenknauf seines Schiffssteuerrads, damit er beide Hände frei hatte. Welche Version stimmt, lässt sich heute nicht mehr sicher belegen, aber Gregory gilt als derjenige, der den Ring-Donut populär machte.
Ein netter Nebeneffekt: Das ausgestochene Teigstück wird oft ebenfalls frittiert - daraus entstehen die sogenannten Donut Holes oder Munchkins.
Also hat das Loch nicht nur optische Gründe, sondern ist eine ganz praktische Erfindung: Es sorgt dafür, dass der Donut außen goldbraun und innen perfekt durchgebacken ist.
Wenn du jeden Tag kostenlos und unverbindlich eine Sachgeschichte automatisch per Mail erhalten willst, dann melde dich beim FUN-Newsletterversand an!